Faser & Papier 2030
Faser & Papier 2030
Nachwachsende Zukunft gestalten

Logistik sichert Nachhaltigkeit

Die einstige Logistikkette hat sich zur n-dimensionalen Logistiklandschaft ohne alle aus der Vergangenheit bekannten Beschränkungen/Nachteile entwickelt. Leerfahrten/-transporte, Über- oder Unterproduktionen gibt es praktisch nicht mehr, auch keine Fehllieferungen oder Verluste durch Überalterung und Verderben. Material- und Informationsflüsse werden den sich ständig ändernden Anforderungen angepasst. Erweiterte Vernetzung ermöglicht, bereits gelieferte, aktuell nicht (mehr) benötigte, Bestände zwecks Neunutzung wieder in die Logistiklandschaft einzugliedern. Multisensorische Verpackungen eliminieren klassische Gefahren für die Anwender durch Qualitätsbeeinträchtigung infolge lokal ungünstiger Lagerbedingungen. Informationen zu Qualität und Nutzbarkeit des Füllgutes sind jederzeit verfügbar. Logistikkonzepte werden nicht mehr nach kommerziellen Interessen Einzelner umgesetzt, sondern erfüllen ganzheitliche Bedürfnisse der Gesellschaft und sichern ökologische Nachhaltigkeit. Für jedes Produkt ist eine gesamtheitlich optimierte Aufteilung der Aufgaben von primärer und sekundärer Verpackung, der Lager- und Transportbedingungen sowie sekundärer Nutzungen aller eingesetzter Materialien und Energien gesichert. Der Spagat zwischen optimaler Gebindeart und -größe, geschickter Materialausnutzung sowie bestem Produktschutz bei maximaler Erfüllung der Anwendererwartungen wurde für alle Altersgruppen und Lebensmodelle erreicht.

Prämissen 2050

  • Vernetzung vom Haushalt bis zum Produktionsprozess über die gesamte Lieferkette zur Unterstützung bedarfsgerechter Produktion und Distribution ist gesichert.
  • Innovative Materialien für ultraleichte Transportbehälter, robuste Mehrweg- und faltbare Behälter zur Volumenreduzierung.
  • Verwendung multisensorische Verpackungen (Visuell, Haptik, Duft, Akustik) – passend zum Produkt/zur Marke.
  • Modulare und funktionelle Verpackungmit (SMART-)Zusatzfunktionen wie Frische-Sensoren und -Indikatoren, antibakteriellen Oberflächen, Kühleigenschaften sowie RFID-Technik zur Nachverfolgung.
  • Convenience ist angesichts der sozio-demografischen Entwicklung ein Hauptkriterium für Verpackungen.

Papiernahe Ideen bis 2030

  • Aktuelle Qualitätsanzeige in Verpackungen: minimierte Risiken, optimierte Ausnutzung von Material und Gütern: Qualitätsmängel bei Rohstoff oder Verarbeitung sofort sichtbar, Verderb des Füllgutes erkennbar, bei günstigen Bedingungen Verwendbarkeit über die (sicherheits-) kalkulierte Mindesthaltbarkeit hinaus, Endverbraucher entscheidet informiert. Belastungsschutz: bei Transport auch aus wenig bis unerschlossenen Regionen überall maßgeschneiderte, kostengünstige Lösungen verfügbar.
  • Konservendosen aus Papier: leicht zu öffnen, unzerbrechlich, geringe Verletzungsgefahr auch für Menschen mit geminderter Leistungsfähigkeit; leicht, gut stapelbar und nach Entleerung flach zusammenfaltbar.
  • Elektrisch leitfähige Verpackungen: keine elektrostatische Aufladung, keine Beschädigung empfindlicher elektronischer Bauteile und Geräte, gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Entladung bei Berührung praktisch ausgeschlossen.
  • Tiefziehfähigkeit: Erstmals runde und komplex geformte Lebensmittel-Verpackungskörper ohne systembedingte Materialüberschüsse verfügbar – große Formenvielfalt bei geringem Material- und Energiebedarf.
  • Erinnerungsfunktion: signalisiert bei Medikamentenverpackung optisch, akustisch und/oder per Handy/Internet Einnahmezeit, kontrolliert entnommene Menge, warnt bei unautorisiertem Zugriff z. B. Kinder, Erinnerung an Patient und/oder Arzt, wenn der Vorrat zur Neige geht.
  • Multimediale Präsentationsflächen: steigern Informiertheit, vermeiden Zeitverlust, Fehlkäufe und Verwechslungen; Präsentation den individuellen Kundenbedürfnissen angepasst.
  • 3D-Druck: kostendeckend selbst Einzelverpackungen für Spezialanwendungen, individuelle Lösungen oder geringe Stückzahlen produzierbar, für Anforderungen des jeweiligen Distributionswegs optimiert, ressourcenschonend.
  • Nachnutzung: falls stoffliche Wiederverwendung von Verpackungen nicht sinnvoll, bietet Kraftstoffproduktion eine Alternative zur thermischen Nutzung; ökologisch und ökonomisch vorteilhafte dezentrale Aufarbeitung und direkte Einsatz vor Ort ersparen Transport, zentrale Lagerung, Verteilung.

Papierferne Ideen

  • Individuelle Einkaufs-Logistik: erübrigt Bindung an Öffnungszeiten, aufwendige Preis- und Qualitätsvergleiche – zentral, ressourcenschonend, optimal organisiert; Fehlkäufe, Transportschäden, Lagerprobleme entfallen; Bedarfsaktualisierung, Zustellung an Wunschorte, Rück- und Weitersendungen jederzeit kurzfristig möglich.
  • Internet der Dinge: Vernetzung von Objekten und Personen mit dem Internet ermöglicht neue Produkte, Geschäftsmodelle und Nutzungsmöglichkeiten – Verpackung signalisiert Zustandsänderung des Packgutes (Verderb, Leckage), bewirkt damit Änderung des Transportzieles, Kontrolle und Reinigung des bisherigen Transportweges, löst Neulieferung und Ausmerzung der Fehlerquelle aus.